
Würzburg (POW) Der zweite Bauabschnitt ist abgeschlossen, rund 34 Millionen Mark wurden bisher investiert. Das Caritas-Seniorenzentrum Sankt Thekla am Ludwigskai in Würzburg vereint künftig eine Vielzahl von Diensten unter einem Dach und hat hierin Modellcharakter.
„Die Diözese Würzburg will alten Menschen eine gute Heimat bieten.“ Dr. Adolf Bauer, Finanzdirektor der Diözese, machte bei einer Pressekonferenz am Dienstag, 26. September, im Caritas-Seniorenzentrum Sankt Thekla deutlich, welch große Bedeutung das Bistum Würzburg dem Altenheimbereich widme. Ohne Kirchensteuermittel wäre jedoch ein solcher Bau nicht möglich. Hier entstehe eine gute Einrichtung, die für jedermann offen sei, unterstrich der Finanzdirektor die Bedeutung des Seniorenheims im Würzburger Stadtteil Sanderau.
Das Seniorenzentrum Sankt Thekla
wurde seit Juni 1996 in bisher zwei Bauabschnitte umgebaut und erweitert. Es
vereint künftig stationäre Pflege, Kurzzeitpflege, Tages- und Nachtpflege,
betreutes Wohnen, einen ambulanten Dienst, ein stationäres Hospiz sowie offene
Altenhilfe im Stadtteil Sanderau. Das Theklaheim habe hier Modellcharakter, da
es so viele Dienste und Leistungen unter einem Dach vereine, betonte der
Stellvertretende Caritasdirektor der Diözese, Manfred Bätz.
Bisher wurden im Rahmen der ersten beiden Bauabschnitte 33,7 Millionen Mark
investiert. Der Freistaat Bayern unterstützte die Baumaßnahme mit rund fünf
Millionen Mark, die Diözese Würzburg ebenfalls mit fünf Millionen, die Stadt
Würzburg mit 4,1 Millionen und der Bund mit drei Millionen Mark. Weitere Zuschüsse
gaben die Bayerische Landestiftung, das Deutsche Hilfswerk und der Bezirk
Unterfranken. 14,7 Millionen Mark mussten als Darlehen aufgenommen werden. Die
Kosten für den dritten Bauabschnitt in Höhe von 14,6 Millionen Mark wird
komplett die Diözese Würzburg tragen. Eigentümer des Heimes ist die Diözese,
Träger der Caritasverband.
Heimleiter Hans Heidenfelder erläuterte, dass das Seniorenzentrum für ältere Menschen zwischen 70 und 80 Jahren gedacht sei. Es solle Sicherheit für die letzte Lebensphase bieten. „Wohnen bis zum Schluss“ umschrieb er das Konzept des Hauses. Das Seniorenzentrum sei eine offene Einrichtung. Bürger des Würzburger Stadtteils könnten beispielsweise den Mittagstisch und die Cafeteria des Hauses, aber auch die ambulanten Hilfen nutzen. Das Interesse am Haus bezeichnete er als „sehr groß“. Heidenfelder wies besonders auf die beiden im Seniorenheim integrierten Hospizplätze hin, was in Deutschland als „Würzburger Modell“ bekannt geworden sei. Im Zusammenarbeit mit Mitarbeitern des Malteser-Hilfsdienst (MHD) würden dort Sterbende bis zum Tod betreut.
Bis Mitte 2002 soll das komplette Seniorenzentrum fertiggestellt sein. Dann stehen älteren Menschen 90 Plätze mit stationärer Pflege, elf Plätze in der Kurzzeitpflege, 16 Plätze in der Tages- und Nachtpflege, 93 Wohnungen im Bereich „Betreutes Wohnen“ und zwei Hospizappartements zur Verfügung. Die Gesamtkosten einschließlich dritter Bauabschnitt betragen dann 48,3 Millionen Mark. Weiterhin wird bis 2002 auch das benachbarte Sankt-Annaheim, das Alten- und Pflegeheim der Dienerinnen der heiligen Kindheit Jesu (Oberzeller Schwestern), umgebaut und dem Theklaheim angegliedert werden. Der Caritasverband wird dazu das Sankt-Annaheim von den Oberzeller Schwestern anmieten und betreiben.
Hier einige Bilder:
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Und ab März 2001 gibt
es auch ein Internetcafe "Von Senioren für Senioren", das in Zusammenarbeit
mit der Stadt Würzburg - Beratungsstelle für Senioren und Menschen mit
Behinderungen - von einer Aktivgruppe ehrenamtlich betrieben und betreut wird.
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